Handytarifberatung - von schlecht bis katastrophal

In ihrer aktuellen Ausgabe (01/2009) hat die Stiftung Warentest die Beratungsqualität in Mobilfunk-Shops unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist enttäuschend: Keiner der Anbieter hat ein "gutes" Ergebnis erzielt. In Schulnoten kam 'Test' zu folgendem, zusammenfassenden Ergebnis:
  • O2 - 2,2
  • T-Mobile - 3,3
  • dug - 3,6
  • The Phone House - 3,6
  • E-Plus - 3,7
  • Vodafone - 3,7
  • freenet-mobilcom - 5,3
Die Gründe dafür sind klar: Die Mitarbeiter werden zum größten Teil nur nach verkauften Produkten bezahlt; das heißt es zahlt sich für den Mitarbeiter nicht aus einen 'kleinen' Prepaid-Vertrag zu empfehlen, auch wenn es der Richtige für den Kunden wäre. Außerdem, so 'Test' trafen die Tester eher auf "Ratespiele als auf Fachwissen", der Tarifmarkt ist einfach zu komplex, als daß man eine Tarifempfehlung heute noch 'manuell' abgeben könnte. Wenigstens waren die Verkäufer und Verkäuferinnen immer freundlich. Na immerhin.

FAZ - Handy-Tarife - Auf den richtigen Takt kommt es an

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 11. Januar 2009 hat Patrick Bernau sich mit dem häufig unterbewerteten Thema 'Taktung bei Handytarifen' auseinander gesetzt. Vorgestellt wurde eine Studie die vom Lehrstuhl 'Electronic Commerce' unter Leitung von Prof. Dr. Skiera, basierend auf Daten von telfish.com, erstellt wurde. telfish.com, die Mobilfunk-Suchmaschine, analysiert elektronische Einzelverbindungsnachweise und findet aus über 300.000 Tarif-Options-Kombinationen den passendsten und damit günstigsten Handytarif. Dazu laden die Nutzer Ihre EVN-Dokumente bei telfish hoch; diese wurden für die Studie anonymisiert ausgewertet. Damit wurde erstmals in Deutschland wissenschaftliche fundiert die finanzielle Bedeutung der Taktung (die 'Stückelung' der Abrechnungseinheiten) für die Provider und auch die Mobilfunk-Kunden herausgearbeitet:
  • "Wenn der Handynutzer den falschen Takt im Vertrag stehen hat, kosten ihn Handygespräche im Durchschnitt 40 Prozent zu viel."
  • "Handynutzer können also viel Geld sparen, wenn sie bei der Tarifwahl auch den Takt beachten. Das ist derzeit eine der wichtigsten Möglichkeiten, das Telefonieren günstig zu halten. Mit Flatrates dagegen lässt sich kaum Geld sparen, im Gegenteil: Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass Handykunden für die unbegrenzten Redetarife deutlich zu viel bezahlen."
  • "Fast jeder zweite Handykunde zahlt deshalb zu viel, haben die Frankfurter Ökonomen ausgerechnet."
  • "In Tarifen mit niedriger Grundgebühr zum Beispiel lohnt sich der Zehn-Sekunden-Takt für Durchschnitts-Telefonierer schon, wenn sie mindestens sieben Anrufe pro Woche führen"
Den kompletten Artikel finden Sie hier.

ntv "Mobilfunkshops überfordert mit Tarifberatung"

Rund die Hälfte aller empfohlenen Tarife und Handys in deutschen Mobilfunkshops passen nicht optimal zu den Kundenbedürfnissen. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag von n-tv. Bei mehr als 100 verdeckten Filialtests wurden im Extremfall Tarife empfohlen, die im Monat 40 Euro teurer waren als das passende Produkt. Die Kompetenz der Mobilfunkberater konnte im Durchschnitt nur mit der Note „ausreichend“ bewertet werden.

Stiftung-Warentest zum Thema “Flatrates”

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, warum ich den Begriff "Flatrate" immer in Anführungszeichen setze. Leser der Stiftung-Warentest jetzt auch: "test - Unser Rat Flatrate-Tarife sind nur für eng begrenzte Zielgruppen wirklich attraktiv, da sie meist nur Gespräche in bestimmte Netze enthalten oder sehr hohe monatliche Fixkosten verursachen.Die meisten Nutzer telefonieren darum mit günstigen Minutenpreisen billiger als per Flatrate. Sie gibt es etwa bei Prepaid-Angeboten wie Blau oder simyo oder bei Laufzeitverträgen wie E-Plus Zehnsation" test 5/2007, Seite 39

Handelsblatt: Blackberry Bastelstunde

Axel Postinett berichtet im Nachgang der CEBIT über einige Neuerungen im Mobilfunk-Markt. Er bat uns zu den aktuellen Datentarifen fürs Handy Stellung zu nehmen und hier gibt's die letzten Weisheiten: Privatkunden mit gelegentlicher Datennutzung im Inland sollten passend zu Diensten wie Momail einen Provider aus dem E-Netz buchen, rät Thomas Schlenkhoff von der Tarifberatung Telfish. Er hält derzeit E-Plus mit Simyo (24 Cent pro Megabyte und Abrechnung alle 10 Kilobyte) für eines der fairsten Angebote. BildMobil habe zwar über das D-Netz eine bessere Netzabdeckung und sei mit 35 Cent pro Megabyte ebenfalls recht günstig, allerdings gebe es Probleme mit dem Datentransfer. Zudem ärgert Schlenkhoff die Blockierung verschiedener E-Maildienste, um das eigene Geschäft anzukurbeln. Genaues Studium der Tarife lohnt sich immer, weiß Schlenkhoff: Der günstigste Anbieter nimmt für 5 Megabyte Datentransfer monatlich keine fünf Euro -- ein exotischer Ausreißer bis zu 100 Euro. Ein anderes Kriterium ist der Umgang mit der E-Mail. Während Momail eine Antwort auf eine Yahoo-E-Mail automatisch mit der gewohnten Absenderkennung Yahoo zurückgeschickt, beantworten andere Provider wie Vodafone eingesammelte E-Mails in ihren Billig-Tarifen nur mit der Absender-Kennung des eigenen E-Mail-Kontos. Nachteil: Der Empfänger könnte durch die geänderte Adresse verwirrt werden. (Handelsblatt, 7.3.08)

FAZ am Sonntag - Fünf Fehler bei der Auswahl des Handytarifs

Patrick Bernau, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, hat einen guten Artikel zur Auswahl des besten Handytarifs verfasst. Die  fünf Schritte zum richtigen Vertrag sind:
  1. Genau wissen wieviel man telefoniert
  2. Vorsicht bei Pauschaltarifen
  3. Möglichst viele Preise vergleichen
  4. Den Minutenpreis ins eigene Netz nicht überschätzen
  5. Regelmässig auf neue Tarife reagieren.
Damit hat er uns aus dem Herzen gesprochen - und er empfiehlt - telfish.com.

Wired - Die Geschichte des iPhone

Wired Magazine hat einen hervorragenden Artikel über die Entwicklung des iPhones veröffentlicht. Lesenswert für alle Apple-Fans und Pflicht für alle Handy-Hersteller! Wired berichtet, dass Apple über mehrere Jahre etwa 150 Mio $ investierte um das Smartphone zu entwickeln. Interessant auch: Der erste Prototyp des finalen Geräts wurde erst wenige Monate vor dem Verkaufsstart fertig. Alle Versuch auf einer bestehenden iPod -Basis aufzubauen waren bis dahin gescheitert. Erstaunlich ist, wie Apple es geschafft hat, die Geheimhaltung des Projekts - Codename Purple 2 - sicherzustellen. So haben über 200 Ingenieure an der Hard- und Software gearbeitet, ohne dass nennenswert Informationen nach draussen drangen. Unbedingt lesen: The Untold Story: How the iPhone Blew Up the Wireless Industry

connect: "Ein in aller Bescheidenheit genialer Tarifrechner"

connect nutzt ab sofort die Dienste der telfish GmbH. Wie Dirk Waasen, Chefredakteur der connect, im aktuellen Editorial so bescheiden anmerkte: "Darüberhinaus hat sich connect zum Jahresendspurt noch jede Menge vorgenommen [...] Erstens können Sie mit einem in aller Bescheidenheit genialen, weil individuell konfigurierbaren Tarifrechner den für Sie günstigsten Handytarif finden. Alles was Sie tun müssen: Klicken Sie auf der Startseite www.connect.de auf den Tarifrechner und passen Sie über Schieberegler Ihr Gesprächsverhalten in Minuten, SMS oder Datenmengen an [...] Noch Cent-genauer wird's wenn Sie auf "Jetzt Rechnung analysieren!" klicken. Dann kalkuliert der Rechner Ihre letzten Telefonrechnungen für alle Tarife durch und nennt Ihnen das gemittelte Optimum." Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen! connect 11/2007, Seite 3